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Virusinfektionen

Grundsätzlich gelten Corticoide bei Virusinfektionen als kontraindiziert, da unter Corticoiden die Virusreplikation zunimmt, die Viruselimination reduziert ist und chronische Verlaufsformen häufiger vorkommen. Ausnahmen sind Situationen, bei denen die Erkrankung zu Organschäden oder akuten Notsituationen führt. Eine direkte Verschlechterung durch Corticoide ist beobachtet worden bei Hepatitis A, B, C, D und bei Infektionen der Herpesviren (Herpes I, II, Epstein-Barr, Zytomegalie, Varizellen, Zoster). Andererseits sind unter inhalativen Corticoiden virale Infektionen nicht häufiger (Welch u. Mitarb. 1994). Einige besondere Situationen, bei denen trotz eines Virusinfektes Corticoide gegeben werden könnten, sind, so TBC und bakterielle Infektionen, sicher ausgeschlossen wurden Stenosen der Luftwege und der Herpes zoster.

Literatur:
Welch MJ, Segal A, Tabey R, et al. Inhaled corticosteroids and viral infections. J Allergy Clin Immunol 1994; 93: 198

uh (nach Kaiser, Kley: Cortisontherapie, 11. Auflage, Georg Thieme Verlag Stuttgart 2002)



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