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MS: Neue Methode verbessert die Diagnose der Erkrankung deutlich

Bei der Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose sind sowohl die Nervenzellen der weißen als auch der grauen Substanz in Hirn und Rückenmark angegriffen. Ausgerechnet in der klinisch besonders relevanten grauen Hirnsubstanz ließen sich krankhafte Veränderungen bisher aber nur schwer erkennen. Mediziner der Universitäten Bonn und des MS & Alzheimer Center Amsterdam haben nun ein Untersuchungsverfahren gefunden, das die Schädigungen in der grauen Substanz deutlich besser sichtbar macht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift "European Radiology" (doi: 10.1007/s00330-009-1705-y) erschienen.
 
In Deutschland leiden mehr als 120.000 Menschen an der unheilbaren Autoimmunkrankheit Multiple Sklerose (MS). Aus bisher unbekannten Gründen greift das eigene Immunsystem bei den Betroffenen verschiedene Stellen des zentralen Nervensystems (ZNS) an - unter anderem die Isolierschichten der Nervenzellen (Myelinscheiden). Dort entzündet sich eine Art "Kabelbrand", Mediziner nennen dies Läsion oder Entmarkungsherd. Die Folge: Nervenimpulse können nur noch eingeschränkt oder nicht mehr weitergeleitet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit werden die Nervenzellen geschädigt und gehen zugrunde.

Nach einer Pressemitteilung (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn/idw)
 


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