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Anaphylaktische Reaktionen

Die Behandlung anaphylaktoider Reaktionen bis zum anaphylaktoiden Schock ist der des anaphylaktischen Schocks identisch. In allen Stadien (Ahnefeld u. Mitarb. 1994) spielen Corticoide eine Rolle.

Der anaphylaktische Schock beruht auf einer generalisierten Antigen-Antikörperreaktion vom Soforttyp (Bochner u. Lichtenstein 1991; Kaeser u. Mitarb. 1995).
Ursache ist die Freisetzung von Histamin, Serotonin, Bradykinin aus Mastzellen. Folgen sind Vasodilatation, Abfall des peripheren Widerstandes mit Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks sowie Hämokonzentration (DeJarnatt u. Grant 1992). Zusätzlich können Pruritus, Hautreaktionen, Diarrhö, Bronchospasmus auftreten (Wong u. Mitarb. 1990). In der Klinik ist die Ursache auch iatrogen wie Applikation von Blut und Blutbestandteilen, Seren, Vakzine, Röntgenkontrastmittel (Ring u. Rothenberger 1984). Hinzu kommen Antibiotika, Fremdeiweiß, Frischzelltherapie, Peptide (auch synthetisches ACTH), gelegentlich auch Nahrungsbestandteile und Insektenstiche (Yunginger 1992).

Literatur
Ahnefeld FW, Barth J, Dick A. Akuttherapie anaphylaktoider Reaktionen (Ergebnisse einer interdisziplinären Konsensuskonferenz). Internist 1994; 35: 401
Bochner BS, Lichtenstein LM. Anaphylaxis. New Engl J Med 1991; 324: 1785
Kaeser P, Hammann C, Luthi F. Enrico JF. Le choc anaphylactique. Schw Rschau Med (Praxis) 1995; 84: 1307
DeJarnatt A, Grant JA. Basic mechanisms of anaphylaxis and anaphylactoid reactions. Immunol Allergy Clin North Am 1992; 12: 501
Ring J, Rothenberger KH. Anaphylaktoide Reaktionen nach Infusion mit Röntgenkontrastmitteln. Münch Med Wschr 1984; 126: 657
Wong S, Dykewicz MS, Patterson R. Idiopathic anaphylaxis. A clinical summary of 175 patients. Arch Int Med 1990; 150: 1323
Yunginger JW. Anaphylaxis. Ann Allergy 1992; 69: 87

uh (nach Kaiser, Kley: Cortisontherapie, 11. Auflage, Georg Thieme Verlag Stuttgart 2002)

 



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