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Sepsis und septischer Schock
Der Sepsisbegriff war in der letzten Dekade einem erheblichen Bedeutungswandel unterworfen. Nach dem heutigen Kenntnisstand erscheint die mikrobielle Sepsis am besten in der Formulierung von Schuster beschrieben: Sepsis ist die Gesamtheit der lebensbedrohlichen klinischen Krankheitserscheinungen und pathophysiologischen Veränderungen als Reaktion auf die Aktion pathogener Erreger und Ihrer Produkte, die aus einem Infektionsherd in den Blutstrom eindringen, die großen biologischen Kaskadensysteme und spezielle Zellsysteme aktivieren und die Bildung und Freisetzung humoraler und zellulärer Mediatoren auslösen.
Die allgemein anerkannten Kriterien zur Diagnose der Sepsis bestehen aus dem Nachweis einer Infektion und den nachfolgenden Kriterien:
1. Fieber über 38 °C oder in seltenen Fällen Hypothermie unter 36 °C. 2. Tachypnoe über 20/min oder Hypokapnie mit einem PaCO2 > 32 mmHg 3. Tachykardie über 90/min 4. Leukozytose über 12 000 oder Leukopenie unter 4 000/mm3
Gemäß der amerikanischen Konsensusdefinition werden septische Zustandsbilder in verschiedene klinische Schweregrade eingeteilt:
1. SIRS (Systemic Inflammatory Response Syndrome): Das SIRS ist eine allgemeine, entzündliche Abwehrreaktion auf unterschiedliche Krankheitsbilder (z.B. Traum, Hypoxie, Pankreatitis), die durch mindestens zwei der oben genannten Kriterien gekennzeichnet ist, ohne dass eine Infektion vorliegen muss. 2. Sepsis: Die Sepsis sit die systemische Reaktion auf eine Infektion. Wie beim SIRS müssen mindestens zwei der oben genannten Kriterien vorliegen. Der international erarbeitete Konsens definiert Sepsis somit ohne Vorliegen einer Organdysfunktion. 3. Schwere Sepsis: Hier liegen zusätzlich zur Sepsis Symptome eines Organversagens der Lunge (Hypoxie, respiratorische Azidose), Niere (Oligurie/Anurie, metabolische Azidose), Leber (z.B. Ikterus), und/oder des Herzens (Herzinsuffizienz) vor. Aber auch ZNS, Gastrointestinaltrakt, Knochenmark, Gerinnungs-und Immunsystem können betroffen sein. Aus intensivmedizinischer Sicht wird von einer Sepsis im Gegensatz zur internationalen Konsensusempfehlung erst dann gesprochen, wenn Symptome eines zusätzlichen Organversagen bestehen. 4. Septischer Schock: Der septische Schock geht mit anhaltendem Blutdrucksabfall trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr einher. Ein therapierefraktärere septischer Schock liegt vor, wenn der Blutdruckabfall länger als eine Stunde dauert und sich durch Flüssigkeitszufuhr und Einsatz von Vasopressoren nicht beheben lässt.
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uh, nach den PEG-Empfehlungen "Antimikrobielle Therapie der Sepsis", Konsensus- Konferenz der PEG, 20./21. Oktober 2000
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Adhärenz älterer Patienten verbessern
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