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Ophtalmologie

 
  Corticoide spielen seit Jahren in der Therapie von Augenkrankheiten eine wichtige Rolle. Neben Krankheitsbildern, bei denen sie primär als Monotherapie eingesetzt werden, haben sich im Laufe der Jahre, unterstützt durch experimentelle Studien, Indikationen herauskristallisiert, bei denen Corticoide mit anderen Medikamenten kombiniert eingesetzt werden. Dies kann bei Salben oder Augentropfen mit Antibiotika erfolgen, bei der Systemtherapie mit Immunsuppressiva, Virustatika oder Antibiotika. Neben der lokalen, subkonjunktivalen und para- oder retrobulbären Injektion bestehen relativ klare Indikationen für eine systemische Therapie. Indikationen für eine Therapie mit Megadosen sind bei den meisten ophthalmologischen Erkrankungen noch nicht gesichert und daher weitgehend umstritten.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Corticoide am Auge, gezielt eingesetzt, eine kaum ersetzbare Bedeutung haben, da sie so schnell wie keine andere Medikamentengruppe Überreaktionen von immunkompetenten Zellen bremsen können. Viele Schädigungen am Auge sind primär nicht auf zytotoxische Reaktionen, ausgelöst durch Mikroorganismen, sondern auf eine Infiltration von Entzündungszellen mit nachfolgender Destruktion ophthalmologischen Gewebes zurückführbar. Bei Langzeittherapie erfordern die Nebenwirkungen jedoch oft eine Kombination mit Immunsuppressiva.
 
 



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