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Autoimmunerkrankungen

Bei verschiedenen Krankheiten lassen sich Autoantikörper sowie zellvermittelte Immunreaktionen gegen körpereigene Antigene nachweisen. Zu diesen Autoimmunkrankheiten gehören z.B. Autoantikörperanämien, Autoantikörperthrombozytopenien, Hashimoto-Strumitis, chronisch-aggressive Hepatitis, Dermatomyositis, Sklerodermie und weitere Erkrankungen. Durch Immunmodulation versucht man die an der Entstehung von Autoimmunphänomenen beteiligten Lymphozytenpopulationen (B-Lymphozyten, T-Lymphozyten vom Helfer- oder Suppressortyp) zu stimulieren oder zu unterdrücken.

Immunsuppressiva
Als Immunsuppressiva gelten:Immunsuppressiva
- chemische Substanzen wie Corticoide, Ciclosporin, Azathioprin, Amethopterin, Actinomycin D oder D-Penicillamin,
- Anti-T-Lymphozyten-Globulin,
- humanes Immunglobulin G in hohen Dosen,
- Plasmapherese.

Unspezifische Immunphänomene lassen diagnostische Schlüsse und Verlaufsbeobachtungen sowie Therapiekontrollen zu. Dies sind antinukleäre Faktoren, Rheumafaktoren, mitochondriale Antikörper, Verminderung der Komplementfaktoren oder Immunkomplexe. Eine hohe Aussagekraft kommt dabei dem IgG-Anti-DNS-Nachweis zu. Auch der Nachweis organspezifischer Antikörper ist möglich, z.B. im Coombs-Test. Grundsätzlich kann man die immunsuppressive Therapie wie folgt gestalten:
Prednison 1–2 mg/kg/die für 1–2 Wochen mit baldigem Übergang zur alternierenden Therapie, welche bis zu 24 Monate oder länger dauern kann.
Eventuell kann eine Kombination mit Azathioprin (Imurek) 3–5 mg/kg/die oral versucht werden. Nach 4 Wochen sollte eine Dosisreduktion erfolgen.
Auch Cyclophosphamid (Endoxan) 2–3 mg/kg/die über 3–6 Monate kommt in Frage.
Für das Kindesalter wesentliche Krankheitsbilder werden im Folgenden mit den empfohlenen Corticoiddosierungen dargestellt.

uh (nach Kaiser, Kley: Cortisontherapie, 11. Auflage, Georg Thieme Verlag Stuttgart 2002)




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