 |
 |
|
 |
 |

Nephropathie bei Purpura Schoenlein-Henoch
Die anaphylaktoide Purpura Schoenlein-Henoch-Glanzmann tritt im Verlauf von Infektionen (z.B. nach einem grippalen Infekt durch Influenzaviren) auf. Pathogenetisch führen zirkulierende Immunkomplexe zu einer Immunreaktion an den Gefäßen der Endstrombahn, es kommt zur Vaskulitis der Arteriolen und Venolen. Klinisch macht sich die Erkrankung durch petechiale Blutungen und papulöse (bis makulöse) Effloreszenzen von bläulich-roter Farbe bemerkbar. Die Erscheinungen treten symmetrisch an den abhängigen Körperpartien (Prädilektionsstellen sind Beine und Gesäß) auf. Flüchtige Ödeme, Gelenkbeschwerden und Bauchschmerzen können auftreten. Eine Komplikation stellt die Invagination bei Befall des Darmes dar. Renale Symptome sind häufig: Mikro- bis Makrohämaturie sowie Proteinurie. Es besteht die Gefahr eines bleibenden Nierenschadens mit schlechter Prognose. Histologisch ist eine diffuse Glomerulonephritis mit Ablagerung von Immunkomplexen nachweisbar.
uh (nach Kaiser, Kley: Cortisontherapie, 11. Auflage, Georg Thieme Verlag Stuttgart 2002)
|
|
 |
 |





|
 |