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Chronische Polyarthritis

Die chronische Polyarthritis (cP) ist eine meist chronische und in der Regel progredient verlaufende Systemerkrankung des Bindegewebes. Sie manifestiert sich an den Gelenken und fakultativ and Sehnen, Sehnenscheiden und Schleimbeuteln, sowie an Augen und inneren Organen.

Die chronische Polyarthritis kann nach einem Schub folgenlos abheilen; das ist aber nur äußerst selten der Fall. Die überwiegende Mehrzahl verläuft chronisch, meist in Schüben, teilweise auch chronisch-progredient und seltener foudroyant-fortschreitend. Schon relativ frühzeitig lässt sich erkennen, ob mit einer benignen Form mit günstiger Prognose oder mit einer aggressiven Form mit fortschreitender Gelenkdestruktion gerechnet werden muss. Diese Entscheidung ist sehr wichtig für die Planung der Therapie.
Als prognostisch ungünstig gelten weibliches Geschlecht, hohes Alter, symmetrischer polyartikulärer Beginn, extraartikuläre Manifestationen, frühzeitig auftretende Usuren, hochgradige Entzündungszeichen im Blut, frühzeitig positiver Rheumafaktor, Assoziation mit HL-DR4 (DW4 und DW14) speziell beim Subtyp HV-R3 (Wagner u. Mitarb. 1997) sowie schlechte soziale Situation.
Günstiger ist die Prognose bei asymmetrisch oligartikulärem Beginn, geringer Ergussbildung, negativem oder niedrigtitrigem Rheumafaktor und wenig ausgeprägten humoralen Entzündungszeichen (American College of Rheumatology 1996).

Literatur
Wagner U, Kaltenhäuser S, Sauer H, et al. HLA markers and prediction of clinical course and outcome in rheumatoid arthritis. Arthr Rheum 1997; 40: 341

uh (nach Kaiser, Kley: Cortisontherapie, 11. Auflage, Georg Thieme Verlag Stuttgart 2002)







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