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Lebertransplantation
In Deutschland werden pro Jahr etwa 700–800 Lebertransplantationen durchgeführt. Die Leber ist das nach der Niere am zweithäufigsten verpflanzte Organ. Demzufolge sollten auch niedergelassene Internisten mit der Nachsorge nach Lebertransplantation vertraut sein und akute Abstoßungsreaktionen erkennen können.
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| Indikationen |
Da ein künstlicher Organersatz für die Leber noch nicht zur Verfügung steht, stellen fast alle Formen der irreversiblen Leberinsuffizienz mit drohendem Organversagen eine potenzielle Indikation zur Lebertransplantation dar. Die Hauptindikationen sind chronische, mit einer Zirrhose einhergehende Lebererkrankungen unterschiedlicher Ätiologie sowie akutes, fulminantes Leberversagen und, seltener, genetische Erkrankungen der Leber. Bei Malignomen gilt derzeit nur das hepatozelluläre Karzinom (HCC) in Zirrhose (UICC-Stadium I sowie Tumoren < 5 cm des Stadiums II) als Indikation für eine Lebertransplantation.
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| Immunsuppression |
Die Basisimmunsuppression bei Lebertransplantation umfasst Ciclosporin oder Tacrolimus in Verbindung mit Corticoiden. Einige Zentren verwenden zusätzlich MMF oder einen IL-2-Rezeptorantikörper. Insgesamt gibt es bei der Therapie große Zentrumsunterschiede. Die Immunsuppression kann niedriger dosiert werden als nach Nierentransplantation.
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| Akute Abstoßung |
kute Abstoßungen gehen mit einem deutlichen Transaminasenanstieg einher. Die Diagnose erfolgt durch eine Leberbiopsie. Die Therapie besteht in einer hochdosierten Corticoidgabe, bei Therapieresistenz kann eine Umstellung der Immunsuppression auf Tacrolimus erfolgreich sein, oder aber es ist eine Behandlung mit ATG oder OKT3 notwendig.
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| Chronische Abstoßung |
Chronische Abstoßungen treten in zwei unterschiedlichen Verlaufsformen auf. Es kann einerseits eine Vaskulitis der Transplantatgefäße auftreten, andererseits eine Schädigung des Gallengangsepithels, die zu einem Gallengangsschwund führt (vanishing-bileduct-syndrome). Das Krankheitsbild ist in der Symptomatik vergleichbar mit einer primär sklerosierenden Cholangitis. Beide Formen der chronischen Abstoßung sind therapieresistent und erfordern eine schnelle Retransplantation. Differenzialdiagnostisch sind bei der Abstoßung vor allem toxische Schäden durch die Immunsuppression oder aber Hepatitis-Reinfektionen zu bedenken.
Die 1-Jahres-Überlebensrate liegt je nach Patientenklientel bei 75–90 %, die 5-Jahres-Überlebensrate bei 65–70 %, wobei bei differenzierter Betrachtung ganz klar ersichtlich wird, dass bei elektiver Transplantation wesentlich bessere Ergebnisse erzielt werden als bei Notfallindikationen.
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Adhärenz älterer Patienten verbessern
Die Frage, wie die Adhärenz von älteren Patienten mit chronischen Erkrankungen verbessert werden kann, lässt sich nicht eindeutig beantworten.
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