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Nierentransplantation
Die Nierentransplantation ist die zahlenmäßig häufigste Organverpflanzung, so dass verschiedene Fachdisziplinen nicht selten mit diesen Patienten konfrontiert werden. Etwa 2300 Nieren werden pro Jahr in Deutschland transplantiert bei etwa 12 000 auf der Warteliste befindlichen Patienten. Von enormer Bedeutung für die Funktion des Transplantates ist die Dauer der kalten Ischämiezeit. Die HLA-Übereinstimmung scheint im Langzeitverlauf bei der Entwicklung der chronischen Abstoßung eine wichtige Rolle zu spielen. Die Immunsuppression wird variabel durchgeführt.
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| Indikationen |
Die Indikation zur Nierentransplantation besteht bei chronischer, dialysepflichtiger Niereninsuffizienz. Malignome sind, wie bei anderen Transplantationen auch, eine Kontraindikation. Relative Kontraindikationen sind schwere kardiovaskuläre oder pulmonale Begleiterkrankungen, die das Risiko einer Transplantation inadäquat erhöhen. Es existieren zahlreiche verschiedene immunsuppressive Protokolle, die durch die neuen Substanzen noch vielfältiger werden. Zunehmend wird je nach immunologischem Risiko eine individualisierte Therapie durchgeführt. Im Langzeitverlauf ist eine Reduktion der Medikamente möglich.
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| Akute Abstoßung |
Die akute Abstoßung ist gekennzeichnet durch einen Rückgang der Diurese, Fieber, und einen Kreatininanstieg. Die Diagnose erfolgt durch eine Nierenbiopsie. Wichtige Differenzialdiagnosen sind Harnwegs- oder CMV-Infekte. Die chronische Abstoßung ist durch eine schleichende Verschlechterung der Transplantatfunktion gekennzeichnet. Sie ist oftmals schwer zu differenzieren von einer chronischen Nephrotoxizität durch die immunsuppressiven Medikamente. Bei corticoidresistenter Abstoßung kann eine Umstellung der Immunsuppression auf Tacrolimus erfolgreich sein. Zurückhaltung ist geboten beim Einsatz von OKT3 wegen der Gefahr der Lymphomentwicklung. Nach neueren Studien scheint bei chronischer Verschlechterung der Transplantatfunktion der Einsatz der nicht nephrotoxischen Substanzen MMF und Sirolimus erfolgversprechend zu sein.
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| Prognose |
Bei Ersttransplantation beträgt das 1-Jahres-Transplantatüberleben 90%, nach 5 Jahren 65–70% und nach 10 Jahren 50%. Das Patientenüberleben liegt nach einem Jahr bei 95% und ist damit dem an der Dialyse vergleichbar.
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Adhärenz älterer Patienten verbessern
Die Frage, wie die Adhärenz von älteren Patienten mit chronischen Erkrankungen verbessert werden kann, lässt sich nicht eindeutig beantworten.
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